US of Trump– God's own country?

Nein, das ist kein weiterer politischer Kommentar, dafür gibt es deutlich kompetentere Stellen und Autoren. Aber niemanden hat diese Wahlnacht und ihr Ergebnis kalt gelassen, das Resultat vor allem in dieser Klarheit dürfte wohl die meisten überrascht haben. Obwohl es erstaunlich klare Voraussagen für einen solchen Sieg gab, wenn auch nicht von den Meinungsforschungsinstituten, die insgesamt ziemlich daneben lagen. Diesen gegenüber haben sich wohl Trump-Unterstützer nicht outen wollen, lautet eine erste Begründung dafür.
Doch wie auch immer – ein Präsident Donald Trump ist nun Realität, und ab Januar wird es einen fulminanten Stabwechsel im Weißen Haus geben. Viele von uns haben sicherlich Angst vor den Folgen. Wird ein "durchgeknallter" Präsident Trump mit seiner Militärmacht und vor allem den Atomwaffen spielen und sie aus einer Laune heraus, aufbrausend und übellaunig, gegen andere Länder einsetzen? Zu stoppen wäre er kaum, selbst wenn der Verteidigungsminister mit seinem Code - wohl nur formal - zustimmen müsste.
Andererseits gibt es bereits Stimmen, die überzeugt sind, ein Präsident Trump wird sich anders und vor allem bedächtiger verhalten als der polternde Kandidat. Wir können es nur hoffen. Und vielleicht einfach mal wieder dafür beten, dass Gott seinen Geist im nächsten Jahr mit ganz besonderem Nachdruck ins Weiße Haus schickt. Immerhin haben Trump dem Vernehmen auch zahlreiche sogenannte Evangelikale gewählt. Was immer man von deren Meinung halten mag, sie sind Christen. Und erinnern sich vielleicht daran, dass christlicher Glaube bestimmt ist durch Nächstenliebe, laut Jesus sogar Feindesliebe, durch Toleranz und Rücksicht auf Schwächere und die Armen. Wovon es in den USA mehr als genug gibt. Auch Kranke, die ihre Rechnungen nicht bezahlen können. Und dass auch ein vielleicht irgendwie wieder "starkes Amerika" der Welt verpflichtet ist: Durch Politik, die als Ziel immer den Frieden hat.
Wie gesagt, viel zu tun ist da im Moment nicht. Man darf auf die nächsten Monate sehr gespannt sein. Und dabei nicht vergessen – zu beten, dass alles ganz anders und insofern viel besser kommt, als bisher zu erwarten (und zu befürchten) war. Erste Auftritte vom neu gewählten Trump klingen gemäßigter, versöhnlicher und friedvoller als alles andere aus seiner Richtung bisher. Mehr Hoffnung bleibt im Moment nicht. Aber auch mit der Hoffnung kennen sich Christen gut aus, deshalb sollte sie nicht vergebens sein.