Atheisten auf Deutschlandtour - Besser leben ohne Gott?

In Großbritannien, Spanien und anderswo ist es schon fast „normal“: Busse, die durch die Stadt fahren und mit großflächigen Bannern für ein erfülltes Leben ohne Gott werben. In England, wo das Ganze herkommt, heißt diese Aktion „Atheist Bus Campaign“. Ähnliches ist jetzt auch für Deutschland geplant. Mit dem Spruch: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Gott“ will die atheistische ”Buskampagne.de“ ihre Meinung plakativ und provozierend kundtun. Man habe aber von den Nahverkehrsbetrieben in allen angefragten deutschen Städten außer Essen Absagen erhalten, teilweise, weil man sich aus religiösen und weltanschaulichen Auseinandersetzungen heraushalten wolle. In Dortmund hält man die Atheistenmessage gar für „gottesverachtend“, ist auf der Seite der Aktionisten nachzulesen. Man erinnert sich freilich, dass für kirchliche Botschaften sehr wohl schon auf öffentlichen Werbeflächen Platz zu finden war, wie etwa der Spiegel betont. Keine Frage: Die Gedanken sind frei. Und in einer Demokratie ist es auch die Meinungsäußerung, egal ob sie bestimmten Gremien und Interessenverbänden passt oder nicht. Und um verfassungsfeindliche Behauptungen geht es bei der Infragestellung des Gottesglaubens gewiss nicht. Also: Freiheit auch für die Werbekampagnen der Atheisten und Agnostiker! Die inhaltliche Auseinandersetzung mit anderen Glaubensrichtungen und sogar der radikalen Ablehnung religiöser Überzeugungen gehört für Christen selbstverständlich dazu. Der Glaube, richtig verstanden, macht frei, er engt nicht ein. Christen sind keine Feiglinge, die vor öffentlicher Debatte und hartem Diskurs kneifen. Die „Buskampagne“ will ab dem 30. Mai mit einem gemieteten, mit „Gott-braucht-es-nicht“-Bannern beklebten Berliner Doppeldecker-Bus durchs Land tingeln und auf der Tour in mehreren deutschen Städten Halt machen. Wenn ich, zum Beispiel in Frankfurt, auf den Bus stoße, werde ich das Gespräch suchen. Ganz offen und fair. Ohne dabei meine eigene Meinung zu verschweigen: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) einen Gott. Ein wirklich erfülltes Leben braucht ihn auch!“.