Bravo: Aldi schließt die Läden an Heiligabend

Über verkaufsoffene Sonntage kann man unterschiedlicher Meinung sein. Bis zu vier Sonntage im Jahr dürfen die Kommunen bzw. die in ihrem Zuständigkeitsgebiet liegenden Geschäfte unter bestimmten Umständen ihre Läden offenhalten. Letztlich ist die Regelung der Ladenschlusszeiten Ländersache. An Heiligabend, der diesmal gemeinsam mit dem 4. Advent auf einen Sonntag fällt, sind die Regelungen unterschiedlich. Wie auch immer: Der Discounter Aldi hat ohne Wenn und Aber entschieden, bundesweit alle Filialen geschlossen zu halten. Man denke dabei vor allem an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einer langen und intensiven Woche. Diese sollen das Weihnachtsfest in Ruhe begehen dürfen, so der Handelskonzern nach einer Meldung von Focus.de.
Da kann man aus christlich-kirchlicher Sicht nur sagen: Bravo! Mögen möglichst viele Handelsketten und auch Einzelfilialen dieser Entscheidung folgen. Damit es nicht nur ein entspannteres Familienfest in den Häusern gibt, sondern die Menschen auch ohne Stress Krippenspiele und Gottesdienste besuchen können. "Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage", heißt ein passender Spruch der Kirche zu dieser Diskussion. Das gilt umso mehr an Heiligabend: Wer's bis dahin nicht geschafft hat, Vorbereitungen zu treffen und Geschenke zu besorgen, der sollte dazu stehen und es gegebenenfalls mit der Gewerkschaft Verdi halten, die ebenfalls nach der Meldung von Focus dazu aufruft, an Heiligabend komplett auf Einkäufe zu verzichten. Also, jetzt schon mal (Anfang November) anfangen nachzudenken und rechtzeitig für Heiligabend vorsorgen. Dann kann nichts schief gehen, und man ist am 24. Dezember auch nicht in Entscheidungsnöten. Finden wir gut (Daumen hoch!)…